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Wer wir sind

Sylvia Weber

Mein Name ist Sylvia Weber, ich bin von Beruf Mediengestalterin und Hausfrau.
Ich bin verheiratet und habe 2 Kinder. Unsere Tochter Julia ist im Jahr 2008 bei einem tragischen Reitunfall im Alter von 11 Jahren tödlich verunglückt. Unser Sohn war damals 7 Jahre alt.

Für uns eine nicht zu beschreibende Situation. Weiter als Familie zu funktionieren, trotz unseres unendlichen Schmerzes. Uns um unseren Sohn zu kümmern, das war damals und ist uns heute noch das Wichtigste.

Für mich war damals sofort klar, alleine schaffe ich das nicht. Durch den Kontakt zu den Verwaisten Eltern habe ich Trost und Kraft gefunden. Und die regelmäßigen Treffen brauche ich heute noch, sie sind mir sehr wichtig und sie tun mir gut.

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Ingrid Attinger

Mein Name ist Ingrid Attinger und ich bin von Beruf Krankenschwester. Ich bin verheiratet und habe drei Kinder. Unsere älteste Tochter starb 2009, einen Monat vor ihrem 22. Geburtstag durch einen unverschuldeten schrecklichen Verkehrsunfall. Sie war in Amsterdam mit dem Fahrrad unterwegs, als ein LKW ihr an einer Kreuzung die Vorfahrt nahm und sie überfuhr. 

Alles kam danach aus dem Gleichgewicht. Ein unsagbarer Schmerz, die unendliche Sehnsucht nach meiner Tochter und die gleichzeitige Sorge um meinen Mann und meine zwei anderen Kinder gestaltete sich als tägliche Herausforderung. Eine unsagbare Traurigkeit war mein ständiger Begleiter. 

Durch den Kontakt zu einer Trauergruppe bei den „verwaisten Eltern“ erhielt ich Hilfe. Gemeinsam mit anderen betroffenen Müttern und Vätern gehe ich den schweren Weg der Trauer und ich erlebe, wie wichtig die Begegnung und der Austausch ist.

Mit all diesen Fragen und Gefühlen haben wir uns nach dem Tod unserer Kinder kennengelernt.
Wir durchlebten den tiefen Schmerz am Anfang unserer Trauer und fanden in einer Gruppe Raum für unsere Gefühle.
Wir fanden Verständnis für Reaktionen, an denen unsere Partner, Freunde und Bekannte an ihre Grenzen kamen und mit Unverständnis und  Distanz reagierten.

 

Gemeinsam begannen wir den schweren Weg der Trauer zu gehen und merkten, dass Gefühle
Worte bekamen und eine neue Hoffnung zum Weiterleben entstand. Heute treffen wir uns immer noch regelmäßig einmal im Monat als Gruppe und immer wieder kommen wir zu der Erkenntnis: Alleine hätten wir es nicht geschafft.


Was bleibt ...

... sind Freundschaften mit Eltern, die es aushalten können, immer wenn wieder Traurigkeit hereinbricht

... sind Menschen, die mich auffangen, wenn die Tage schwer sind

... sind Freunde, mit denen ich neue Freude erlebe und einen neuen Blickwinkel für Dinge entdecken

... sind Menschen, denen man vertrauen kann

... sind Menschen, die das „neue andere Leben“ begleiten


Was bleibt

... gemeinsame Unternehmungen

... Telefongespräche 

... Kaffeerunden

... gegenseitige Besuche, besonders an den Tagen des Erinnerns

... Dankbarkeit, diese Menschen getroffen zu haben